Wie baue ich meine Holzunterkonstruktion korrekt?

Sie wollen sich eine Terrassenbedachung selber bauen? Wissen aber nicht so recht was es alles zu beachten gibt? Dann sind Sie genau richtig bei uns, denn wir haben Ihnen in diesem Blog viele hilfreiche Tipps und Tricks zusammmengestellt.

Vor dem Aufbau

Bevor Sie mit dem Aufbau anfangen müssen Sie sich zunächst für die Dachform entscheiden. Die verschiedenen Dachformen unterscheiden sich in Ihrer Dachneigung. In der Regel spricht man bei Dachneigungen unter 10 Grad von einem Flachdach. Alle was höher ist wird vom Fachmann als Steildach betitelt. In den meisten Fällen entscheiden sich Kunden beim Bau eines Carports und Terrassendachs aus optischen Gründen für ein Flachdach. Sinnvoll ist es mindestensten zwei Helfer dabei zu haben.
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Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion besteht aus senkrechten Ständern, auch Pfosten genannt, und waagerechten Balken. Auf die Balken kommen die sogenannten Sparren. Bei der Verlegung von Stegplatten müssten die Sparren nun immer in einem bestimmten Abstand zueinander verlegt werden. Siehe auch unsere Verleghinweise. Sollten Sie sich für eine Wellplatte/Lichtplatte/Trapezplatte entschieden haben müsste auf den Sparren eine Querlattung aufgebracht werden. Die Lichtplatten müssen immer querunterstützt werden um eine ausreichende Traglast zu bekommen. Als Material für die Unterkonstruktion sollte man auf Verzugsfreies Holz (Brettschichtholz) zurück greifen.

Statik und Baugenehmigung

Vor dem Bau sollten sich sich erkundigen, ob für Ihr geplantes Bauvorhaben eine Baugenehmigung benötigt wird. Damit Ihr Dach auch eine ausreichende Belastbarkeit bezüglich Schnee und Sturm aufweist, empfehlen wir Ihnen die Statik von einem Fachmann berechnen zu lassen. In manchen Gebieten ist es ratsam auf stärkes Holz zurück zu greifen.

Das Fundament

Ermitteln Sie zuerst die genauen Positionen an denen die Fundamente gegossen werden müssen. Die Löcher sollten ca. 80 cm tief sein. Tipp: Spannen Sie am besten Richtschnüre. Damit die Pfosten später verankert werden können, betonieren Sie die H-Träger für die Pfosten ein. Damit die H-Träger nicht in den Beton einsinken, fixieren Sie die Träger mit einer Holzlatte oder ähnlichem.

Die Pfosten setzen

Nachdem der Beton sehr gut ausgehärtet ist können Sie mit dem Setzen der Pfosten beginnen. Am besten fixieren Sie die Pfosten vorerst mit Schraubzwingen und prüfen die Abstände der Pfosten noch einmal. Achten Sie darauf, dass der Winkel stimmt und benutzen hierfür eine Wasserwaage. Tipp: Erst nachdem die Pfetten aufgelegt wurden, verschrauben Sie die Pfosten mit dem H-Anker.

 

Die hintere und vordere Pfette

Achten Sie auf ausreichend Gefälle bevor Sie die hintere Pfette an der Hauswand festschrauben. Sollten auch an der Hauswand Pfosten vorgesehen sein, bringen Sie erst diese wie im Absatz zuvor an. Danach werden die Pfetten mit den Pfosten verschraubt. Hierfür eignen sich hervorragend Winkelverbinder. Diese sollten aus Edelstahl bestehend, damit die Verbinder nicht anfangen zu rosten. Nachdem die Pfetten befestigt wurden, können die Pfosten mit dem H-Anker verschraubt werden. Um der Unterkonstruktion noch weitere Stabilität zu geben, sollten die Pfosten und Pfetten mit Kopfbändern verschraubt werden.

Sparren befestigen

Als nächstes können Sie mit der Befestigung der Sparren beginnen. Sollte das Dach später mal mit Stegplatten ausgelegt werden, achten Sie hier auf den korrekten Sparrenabstand (Sparren Mitte bis Sparren Mitte = Stegplattenbreite + 25mm | siehe auf unsere Verlegehinweise). Die Befestigung erfolgt mittel Schrauben oder Winkel.

Querlattung (nur bei Wellplatten/Lichtplatten/Trapezplatten)

Auf den Sparren wird nun die Querlattung verlegt. Hier sollten Sie sich vorab in unseren Verlegehinweisen informiert haben, welche der maximale Lattenabstand für Ihre Lichtplatte wäre, damit eine ausreichende Traglast gewährleistet werden kann.

Streichen der Unterkonstruktion

Wichtig: Damit die Kunststoffplatten später keinen Hitzeschaden erleiden, muss die Oberseite der Holzunterkonstruktion mit einer weißen Dispersionsfarbe gestrichen werden oder einem reflektierenden Aluminium-Klebeband abgeklebt sein. Sollten Sie Stegplatten verlegen und die Sparren breiter sein, als unsere Alu-Profile müsste alles was von den Sparren zu sehen ist auch entsprechend gestrichen oder beklebt werden.

Zu guter letzt können Sie die Dachplatten anbringen. Siehe auch unsere Verlegehinweise.

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