Hohlkammerplatten
Hohlkammerplatten gehören zu den meistverwendeten Kunststoffplatten für Überdachungen, Terrassendächer, Carports, Wintergärten und Gewächshäuser. Durch ihre mehrwandige Stegstruktur verbinden sie hohe Stabilität mit geringem Gewicht und einer guten Wärmedämmung.
Je nach Material – Polycarbonat oder Acrylglas – unterscheiden sich Hohlkammerplatten deutlich in Hagelsicherheit, Lichtdurchlässigkeit und Einsatzbereich. Genau diese Unterschiede sind entscheidend für die richtige Auswahl und eine dauerhaft zuverlässige Nutzung.
Spätestens im Frühling beschäftigen sich viele Hausbesitzer damit, ihre Außenbereiche für die kommende Saison vorzubereiten. Neben Gartenarbeiten stehen dabei auch bauliche Maßnahmen wie Terrassenüberdachungen, Carports oder Gewächshäuser im Fokus. Für genau diese Anwendungen haben sich Hohlkammerplatten seit vielen Jahren bewährt.
Mit den passenden Materialien lassen sich langlebige und funktionale Überdachungen realisieren. Hohlkammerplatten bieten dabei eine ausgewogene Kombination aus Stabilität, Lichtdurchlass und Witterungsbeständigkeit.
Warum heißen diese Platten Hohlkammerplatten?
Kurz erklärt: Hohlkammerplatten sind mehrwandige Kunststoffplatten mit innenliegenden Luftkammern. Diese Kammern sorgen für Stabilität, Wärmedämmung und ein geringes Eigengewicht. Aufgrund ihres Aufbaus werden sie auch als Stegplatten oder Doppelstegplatten bezeichnet.
Die innenliegenden Hohlräume ermöglichen es, mehrere Schichten miteinander zu verbinden, ohne das Gewicht unnötig zu erhöhen. Gleichzeitig entstehen sehr stabile Platten, die sich für unterschiedlichste Bauprojekte eignen.
Aus welchen Materialien werden Hohlkammerplatten gefertigt?
Im Bedachungsbereich werden Hohlkammerplatten hauptsächlich aus Polycarbonat oder Acrylglas hergestellt. Beide Materialien haben spezifische Eigenschaften, die sie für unterschiedliche Einsatzbereiche prädestinieren.
Während Polycarbonat Hohlkammerplatten besonders schlagfest und absolut hagelsicher sind, überzeugen Acrylglas Hohlkammerplatten durch maximale Lichtdurchlässigkeit, brillante Optik und hohe UV-Beständigkeit.
Acrylglas-Hohlkammerplatten werden häufig als klassische Doppelstegplatten in 16 mm Stärke eingesetzt. Polycarbonat-Hohlkammerplatten sind hingegen in mehreren Stärken erhältlich – bis hin zu 32 mm – und eignen sich besonders für Anwendungen mit erhöhtem Anspruch an Wärmedämmung und Tragfähigkeit.
Gerade bei beheizten Wintergärten oder in Regionen mit höherer Schneelast sind stärkere Polycarbonatplatten eine sinnvolle Wahl.
Einsatzbereiche von Hohlkammerplatten
- Terrassendächer und Pergolen
- Carports und Vordächer
- Wintergärten und Kaltwintergärten
- Gewächshäuser und Gartenbauten
- Industrie- und Sonderüberdachungen
Durch ihre vielseitigen Eigenschaften kommen Hohlkammerplatten sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zum Einsatz. Sie schützen zuverlässig vor Regen, Schnee und UV-Strahlung und lassen gleichzeitig viel Tageslicht durch.
Eigenschaften von Polycarbonat Hohlkammerplatten
- sehr hohe Schlagfestigkeit und Hagelbeständigkeit
- gute Biegsamkeit für leichte Rundungen
- hohe Temperaturbeständigkeit
- ideal für stark beanspruchte Überdachungen
Eigenschaften von Acrylglas Hohlkammerplatten
- sehr hohe Lichtdurchlässigkeit
- ausgezeichnete UV- und Witterungsbeständigkeit
- brillante, glasähnliche Optik
- formstabil bei geraden Konstruktionen
Viele Hohlkammerplatten verfügen zusätzlich über integrierte UV-Schutzschichten, die ein Vergilben verhindern und die Lebensdauer deutlich verlängern.
Hohlkammerplatten für Terrassendächer
Für Terrassendächer sind Hohlkammerplatten eine besonders beliebte Lösung. Sie sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre und schützen gleichzeitig vor Witterungseinflüssen.
Dank ihrer Kammerstruktur bieten sie eine gewisse Wärmedämmung und reduzieren Hitzeeinwirkung im Sommer. Je nach gewünschtem Effekt stehen farblose, opale oder getönte Varianten zur Verfügung.
Montage und Verarbeitung
Hohlkammerplatten lassen sich mit den passenden Aluminiumprofilen, Auflagebändern und Schrauben sicher montieren. Aufgrund ihres geringen Eigengewichts ist die Verarbeitung auch für Heimwerker gut umsetzbar.
Der Zuschnitt erfolgt in der Regel mit einer Stich- oder Handkreissäge mit feinem Sägeblatt. Wichtig ist eine saubere Kantenbearbeitung sowie die Beachtung der Wärmeausdehnung.
FAQ zu Hohlkammerplatten
Was sind Hohlkammerplatten?
Mehrwandige Kunststoffplatten mit innenliegenden Luftkammern, die Stabilität, Leichtigkeit und Wärmedämmung kombinieren.
Welche Synonyme gibt es?
Hohlkammerplatten werden auch als Stegplatten oder Doppelstegplatten bezeichnet.
Welche Stärken sind verfügbar?
Übliche Stärken sind 10 mm, 16 mm, 25 mm und 32 mm.
Sind Hohlkammerplatten hagelsicher?
Polycarbonat-Hohlkammerplatten gelten als absolut hagelsicher. Acrylglasplatten bieten ebenfalls eine hohe Widerstandsfähigkeit.
Sind Hohlkammerplatten für österreichische Schneelasten geeignet?
Ja, insbesondere Polycarbonat Hohlkammerplatten eignen sich durch ihre hohe Tragfähigkeit sehr gut für Regionen mit erhöhter Schneelast.
Wie lange halten Hohlkammerplatten?
Bei fachgerechter Montage liegt die Lebensdauer in der Regel bei 15–20 Jahren und mehr.
Fazit
Hohlkammerplatten sind eine vielseitige, langlebige und bewährte Lösung für Überdachungen aller Art. Durch die Wahl des passenden Materials und der richtigen Stärke lassen sich Projekte dauerhaft sicher und funktional umsetzen.